Männer und Schuhe
Während Frauen oftmals in ihre Schuhe richtiggehend verliebt sind und sie es lieben, Schuhe einkaufen zu gehen, steht der Mann etwas anders zum Thema: Der Schuh muss gut passen, und ich muss darin anständig aussehen. So sind die Bereiche in den Schuhgeschäften für den Mann weit nicht so ausgeprägt wie für die Frau. Während der Business-Mann den klassischen, schwarzen Halbschuh aus Leder bevorzugt, wählt der Rest gerne die sportliche Variante. Dabei kennt der Mann sich kaum mit den zahlreichen Schuhmodellen aus, die es auch für Männerschuhe gibt: die Begriffe Oxford, Derby oder Blücher bringt er in der Regel nicht mit Schuhen in Verbindung. Und doch, es gibt bei den höheren Ansprüchen noch einen Unterschied zwischen Mann und Frau: Frauen legen großen Wert darauf, die Schuhe anzuprobieren, sie auf sich wirken zu lassen und dann zu kaufen und mit einem glücklichen Gefühl nach Hause zu gehen. Kaum lassen sich Frauen Maßanfertigungen machen, außer sie tun dies aus orthopädischen Gründen. Hier sieht dies der gut situierte Mann etwas anders: für den perfekten Schuh lässt er seine Füße beim Schuhmacher ausmessen und lässt sich seine Schuhe dann sozusagen auf den Leib schneidern. Eine Investition, die sich für ihn rechnet – denn er hat im Gegensatz zur Frau nicht die Absicht sich bereits im nächsten Monat ein neues paar Schuhe zu kaufen.
Ein weiteres Thema, das in die Rubrik „Männer und Schuhe“ passt, und auch nur dorthin: Schuhfetischismus. Darunter bezeichnet man die die sexuelle Anziehungskraft von Frauenschuhen, denen Männer mit der entsprechenden Leidenschaft unterliegen. Besonders hochhackige Schuhe haben es hier dem interessierten Mann angetan. Schuhfestischismus, unter Frauen oft belächelt, kann aber auch krankhafte Ausmaße annehmen: Wenn der Mann seine gesamte Sexualität über Schuhe definiert und nur noch durch diese angeregt wird. Schuhfetischismus wird zur sadomasochistischen Subkultur gezählt und ist nicht zu verwechseln mit der Podophilie (Fußfetischismus).